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Heinrich der Jüngere (Braunschweig-Lüneburg) ArtikelHeinrich II. (der Jüngere) (* 10.11 1489 in Wolfenbüttel; †11.06 1568 in Wolfenbüttel) war Herzog zu Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, regierte von 1514 bis zu seinem Tode 1568, gilt als der letzte katholische Fürst in dem niedersächsischen Raum.
Der für seine Härte und seine Rücksichtslosigkeit bekannte Heinrich hielt unbeirrt am Katholizismus fest, auch als alle anderen Welfenherrscher und die Stadt Braunschweig bereits die Reformation eingeführt hatten. Aufgrund seiner Hartnäckigkeit wurde er sogar zu dem Thema von Flugschriften Martin Luthers, so zu dem Beispiel in der Schrift "Wider Hans Worst" von 1541. Zeitweilig wurde er auch als "Heinz von Wolfenbüttel" verspottet.
Heinrich baute die alte Wasserburg Wolfenbüttel zu einem modernen Renaissance-Schloss um. Die militärische Funktion übernahmen frühneuzeitliche Festungswerke, die um den Schlossbezirk herum errichtet wurden und den Kern der später bedeutenden Festung Wolfenbüttel bildeten. Innerhalb der Festung - auf dem heute freien Schlossplatz - bestand eine enge Bebauung. Weitere Häuser von Beamten und Handwerkern wurden auf dem Gebiet östlich der Festung errichtet. Die Vorstadt erhielt den Namen "Zu unserer lieben Frauen", nach der dort bestehenden Marienkapelle.
Während des Schmalkaldischen Krieges besetzten feindliche protestantische Truppen mehrere Jahre Heinrichs Residenz Wolfenbüttel, nach einem gescheiterten Rückeroberungsversuch wurde er sogar eingekerkert. Nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bundes konnte er 1547 wieder in seine Residenz zurückkehren.
In der für ihn siegreichen, aber blutigen Schlacht bei Sievershausen 1553 gegen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach fielen - neben zahlreichen anderen Adligen - auch seine beiden ältesten Söhne Karl Viktor und Philipp Magnus. Dadurch wurde sein drittgeborener, von Jugend an leicht behinderter Sohn Julius erbberechtigt. Julius wurde charakterlich und körperlich für nicht besonders regierungsfähig gehalten, auch weil er unverhohlen mit dem Protestantismus sympathisierte. Um dem Zwist mit dem Vater aus dem Wege zu gehen, ließ er sich in dem Schloss Hessen nieder, wo er sich auf seinen Regierungsantritt vorbereitete.
Auf der Beerdigungsfeier von Heinrich dem Jüngeren wurden bereits die ersten evangelischen Kirchenlieder angestimmt.
Sein Sohn Julius gab später der von ihm ausgebauten Siedlung "Zu unserer lieben Frauen" vor den Toren seines Residenzschlosses Wolfenbüttel den Namen "Heinrichstadt". Heute (nach dem der Name des Schlosses auf die ganze Stadt übergegangen ist) ist die Heinrichstadt der Kern der Wolfenbütteler Altstadt.
Nach den beiden 1553 gefallenen Prinzen wurden zwei mächtige Festungswerke Wolfenbüttels benannt, die Karlsbastion und der Philippsberg.
Bild von Heinrich dem Jüngeren auf der Website der Welfen (http://www.welfen.de/heinrich9.htm)
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